Biologiedidaktik

Projekte des IDN - Abt. Biologiedidaktik

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Buen Vivir

Umsetzung des indigenen Konzeptes "Sumak Kawsay" für die Bildung für nachhaltige Entwicklung

Zeitraum: 01.12.2016 - 01.12.2019
Leitung: Prof. Dr. Doris Elster Michael Berning
Finanzierung: DBU
Kooperationspartner: Institut für Biologie und ihre Didaktik der Universität Halle-Wittenberg

Das Konzept der Öko-Ambulanz

Zielgruppe: Jahrgänge 7-10 Dauer: ca 12 Wochen a mind. 1 Doppelstunde Fächer: Biologie, Naturwissenschaften, Erdkunde, Interkulturalität, Philosophie Vorbereitung: Die Lehrer bekommen eine Handreichung mit Stundenverlaufsplänen, methodisch-didaktischen Kommentaren und Unterrichtsmaterialien gestellt.

Beschreibung des Konzepts:

Das Unterrichtsmodell Öko-Ambulanz thematisiert den nachhaltigen Umgang mit biologischer Vielfalt und legt in diesem Rahmen den Fokus auf die Ausbildung von Öko-Sanitätern, die im Sinne nachhaltigen Handelns sich um die ökologischen Belange der Schule und in ihrem persönlichen Umfeld kümmern. Dazu müssen die Schülerinnen und Schüler 3 Module absolvieren

Modulübergreifende Aktivitäten

Der Gründung der Öko-Ambulanz und die damit einhergehende Ausbildung zu Öko-Sanitätern/Innen soll über das Absolvieren von 3 Modulen mit einer abschließenden Zukunftswerkstatt realisiert werden. Dazu soll von den Schülerinnen und Schülern ein Portfolio angelegt und geführt werden, die Öko-Sanitäter-Mappe, um erworbenes Wissen zu sichern. Darüberhinaus wird als Ergebnissicherung in Zusammenarbeit mit der Institution Eine Welt in der Schule eine Buen Vivir-Materialkiste entwickelt. Diese Kiste soll im Rahmen der Öko-Ambulanz sowie ähnlicher Projekte Verwendung finden. Mit welchen Materialien die Kiste bestückt werden soll, wird über eine im Anhang versehene Checkliste vorgegeben.

Modul 1: Einführung und Grundlagen zum Thema Gutes Leben

Mithilfe der Unterrichtsinterventionen von Modul 1 lernen die Schülerinnen und Schüler kennen, was es heißt ein gutes Leben zu führen. Dabei definieren, diskutieren und reflektieren die SuS, was ein gutes Leben ausmacht und welche Rolle die Natur dabei spielen kann (Allee der Bäume des Guten Lebens). Über das Kennenlernen des Buen Vivir-Konzepts aus Ecuador erhalten sie Input über indigene Vorstellungen zum Guten Leben (Harmonie zwischen Mensch-Natur...) und lernen die Natur und ihre eigene Rolle gegenüber der Natur mehr zu gewichten und zu schätzen.

Modul 2: nachhaltiger Umgang mit der Natur

Mithilfe der Unterrichtsinterventionen von Modul 2 lernen die SuS die natürliche Vielfalt Deutschlands kennen und vergleichen diese mit der natürlichen Vielfalt Ecuadors. Ein Schwerpunkt dieses Moduls ist die Aneignung von Wissen über Ökosysteme (->Schulung des systemischen Denkens). Im nächsten Schritt lernen die SuS Methoden für den nachhaltigen Umgang mit natürlicher Vielfalt kennen und tauschen sich mit SuS der deutschen Schule in Ecuador aus. Gemeinsam werden die am meisten sinnstiftenden Methoden bestimmt und umgesetzt (auch in Diskussion mit Quito) (z.B. in Form des Anbaus eines Schulgartens, Exkursionen, ökologischer Screenshot, Personifizierung der Natur...).

Modul 3: Chat der Welten

Innerhalb des Modul 3 werden die Aufgaben eines Öko-Sanitäters/In bzw. der Öko-Ambulanz vertieft diskutiert und reflektiert. Dies findet in Zusammenarbeit mit der Öko-Ambulanz der deutschen Schule in Quito statt. Gemeinsam werden die Aufgaben und zu erlangenden Fähigkeiten (Kompetenzen) eines Öko-Sanitäters/In bestimmt und festgehalten. Als Ergebnissicherung soll der Buen-Vivir-Koffer dienen, der schlussendlich eine Materialkiste inklusive Leitfäden darstellen soll.

Abschluss: Zukunftswerkstatt

Im Rahmen einer Zukunftswerkstatt werden Ideen entwickelt, wie im Praxisfeld Schule sowie im Alltag ein nachhaltiger Umgang mit der Natur realisiert werden kann und soll.


Letzte Änderung: 27.9.2018 | Admin