Biologiedidaktik

Projekte des IDN - Abt. Biologiedidaktik

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Mystery: Rosen haben Stacheln

Empirische Studie eines fächerübergreifenden Unterrichtskonzeptes im Kontext einer Bildung für nachhaltigen Entwicklung

Zeitraum: 21.06.2013 - 01.07.2014
Kandidat: Constantin Abel
Betreuung: Prof. Dr. Doris Elster
Zweitgutachter: Dr Tanja Barendziak
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit dem Mystery Rosen haben Stacheln Der exportorientierte Rosenanbau am Naivasha-See in Kenia?. Es wurden Unterrichtsmaterialien weiterentwickelt, die mit Schulklassen des zehnten Jahrgangs des Gymnasiums Ottersberg, Kippenberg-Gymnasiums Bremen und des Schulzentrums an der Ronzelenstraße Bremen durchgeführt wurden. Innerhalb der Doppelstunden erlangten die Schüler Fachwissen über die ökologischen und sozialen Probleme der Rosenproduktion am Naivasha-See. Sie lernten die Komplexität der Globalisierung sowie ihre Ursachen- und Wirkungszusammenhänge kennen. Die Schüler erwarben Wissen über die spezifische Erkenntnismethode des Mysterys. Sie lernten im Team an Problemlösungsstrategien zu arbeiten und die aufgegebenen Problemstellungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Zudem wurden sie für ein ökologisch sinnvolles Handeln unter dem Gedanken der Nachhaltigkeit sensibilisiert und vergegenwärtigten auf diese Weise die Empfindlichkeit unserer Natur. Ziel dieser Masterarbeit ist es eine Aussage darüber treffen zu können, nach welchen moralischen Werten und Normen die Schüler ihre Argumente gewichten. Weiterhin wurde in Bezug auf die Thematik des Mysterys untersucht, ob den Schülern die sozialen, ökologischen oder ökonomischen Aspekte des Drei-Säulen-Modells der nachhaltigen Entwicklung am wichtigsten erscheinen. Ferner wurde mit Hilfe von Concept Maps die Denkstruktur der Lernenden untersucht. Die Daten wurden mit Hilfe von Tonbandaufnahmen der Schülervorträge sowie den von den Schülern entworfenen Gewichtungsschemata und Concept Maps erhoben. Die Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass das Unterrichtskonzept das Moralbewusstsein der Schüler aktiviert hat. Sie lernten sich als ökologisch wirksame Person wahrzunehmen und erkannten, dass sie eine gewisse Verantwortung bzw. Pflicht gegenüber anderen Menschen haben. Dadurch nahmen sie eine Haltung gegenüber ihrem eigenen ökologischen Handeln ein und konnten in der Folge ihr Verhalten beurteilen. Ferner zeigten sie Einfühlungsvermögen innerhalb der dargestellten regionalen Problematik, erkannten die Zusammenhänge zu ihrer eigenen alltäglichen Lebensweise und versetzten sich in die Lage der unterschiedlichen Interessengruppen. Des Weiteren zeigten die Daten der empirischen Erhebungen, dass die Mehrzahl der Lernenden die sozialen sowie ökologischen Sphären der Nachhaltigkeit am wichtigsten erschienen. Es zeigte sich weiterhin, dass die Schüler in der Lage sind, systemisch zu denken, da sie ihre Gedankengänge sowie Problemlösungsstrategien sinnvoll in Form von Concept Maps graphisch darstellen konnten.

Letzte Änderung: 20.9.2017 | Admin