Biologiedidaktik

Projekte des IDN - Abt. Biologiedidaktik

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Mentoring in der Biologielehrerausbildung

Fallstudie zum Fachbezogenen Mentoring in der Ausbildung von Lehramtstudierenden des Unterrichtsfaches Biologie & Umweltkunde

Zeitraum: 01.10.2009 - 30.05.2010
Kandidat: Veronika Pemmer (Universität Wien)
Betreuung: Prof. Dr. Doris Elster
Zweitgutachter: Prof. Dr. Günther Pass (Universität Wien)
Finanzierung: EU-Projekt GIMMS
Kooperationspartner: Universität Wien
Diese Arbeit setzt sich mit Fachbezogenem Mentoring in der Biologielehrer/innenausbildung auseinander und ist Teil des europäischen Bildungsprojektes GIMMS (Gender, Mentoring, Innovations in Mathematics and Science). Es werden die Mentoringprozesse eines im Sommersemester 2009 an der Universität Wien durchgeführten Fachbezogenen Pädagogischen Praktikums analysiert. Die beteiligten Personen des Mentoringprozesses sind insgesamt 23 Lehramtsstudierende (Mentees) und sieben Betreuungslehrerinnen und Betreuungslehrer (schulische Mentoren), sowie die Lehrveranstaltungsleiterin des Pädagogischen Praktikums als universitäre Mentorin. Der theoretische Rahmen zur Analyse der Mentoringprozesse basiert auf dem â??Handlungsbezogenen 3-Ebenen-Mentoringâ??- Modell nach Alois Niggli (2003). Die erste Ebene, auf der Mentoringprozesse stattfinden können, ist die Ebene des â??Praktischen Tunsâ??. Die zweite Ebene ist die Ebene der â??Theoretischen und Praktischen Hintergrundtheorienâ?? im Kontext des Unterrichts. Die dritte Ebene stellt das â??professionelle Selbstâ?? dar. Nach Niggli können alle Prozesse zwischen Mentoren und Mentees einer Ebene zugeordnet werden und dementsprechend der passende Gesprächstypus im Mentoringprozess (Feedback erweiterndes Praxisgespräch, Reflexives Praxisgespräch oder Persönliches Coaching) gewählt werden. (vgl. Niggli, 2003, S. 9-15) Im Rahmen der vorliegenden Forschungsarbeit werden drei Forschungsfragen bearbeitet: 1) Wie wird die Zusammenarbeit zwischen Mentees und Mentoren im Pädagogischen Praktikum von den Mentees beurteilt? Bezogen auf das Mentoringmodell nach Niggli: 2) Auf welchen Ebenen finden Mentoringprozesse in â??face to face Situationenâ?? zwischen Mentor und Mentee statt? 3) Auf welchen Ebenen finden Mentoringprozesse in â??individual work Situationenâ?? statt? Zur Beantwortung der Forschungsfragen werden Daten einer Fragebogenerhebung sowie aus Portfolios der Studierenden, die u.a. Reflexionsberichte der Studierenden zur Unterrichtsplanung und Unterrichtsdurchführung sowie Interviews mit den Lehrkräften enthalten, herangezogen. Die Ergebnisse belegen, dass (1) die Zusammenarbeit zwischen Mentees und Mentoren von den Studierenden als sehr positiv bewertet wird; (2) dass sich die Studierenden eine intensivere Zusammenarbeit mit den schulischen Mentoren wünschen. (3) Die Mentoringprozesse beziehen sich vor allem auf die Ebene des â??praktisches Tunsâ??. Sowohl in â??face to face Situationenâ?? als auch in â??individual work Situationenâ?? wird dieser Ebene der meiste Raum gewidmet. (4) Nach der ersten Ebene wird bevorzugt die dritte Ebene von den Studierenden behandelt, (5) der zweiten Ebene wird die geringste Aufmerksamkeit geschenkt.

Publikationen:


Bücher
Wischmann, F.: Mentoring im fachbezogenen Schulpraktikum. Analyse von Reflexionsgesprächen. Dissertation., Bremen: Universität Bremen (2015), 619 SeitenLink
Artikel in Tagungsbänden
Wischmann, F. & Elster, D.: Mentoring im fachbezogenen Schulpraktikum - eine Analyse der Reflexionsgespräche. In: 13. Frühjahrsschule 2011 der Fachsektion Didaktik der Biologie im VBio, Universität Duisburg-Essen (2011), 83-84

Letzte Änderung: 20.9.2017 | Admin